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Intensivnutzung des mobilen Internets erfordert einen passenden Tarif

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Nordlight Research informiert über die mobile Internetnutzung in Deutschland im Jahr 2015. Aus der Studie wird ersichtlich, dass immer mehr Bundesbürger überwiegend das mobile Internet verwenden, um die Aufgaben ihres Alltags anzugehen. Die Anzahl der sogenannten Heavy-User wuchs von vier Millionen (2010) auf 24 Millionen (2014) an.

Internetzugang spielt zentrale Rolle beim Mobilfunkvertrag

Im Rahmen der Studie wollte das Marktforschungsinstitut die Wichtigkeit des mobilen Internets bei der Wahl des Mobilfunkvertrags ermitteln. 40 Prozent der Befragten gaben an, das mobile Internet wäre ein zentrales Entscheidungskriterium beim Vertragsabschluss (Vorjahr: 28 %). Für 34 Prozent der Bundesbürger war der mobile Zugang zum World Wide Web nicht das zentrale Entscheidungskriterium, jedoch gehörte es zu den wichtigsten Punkten. Für lediglich acht Prozent der Befragten spielt das mobile Internet keine zentrale Rolle. 2010 war der Anteil dieser Verbraucher weitaus größer (29 %).

Das Surfverhalten der mobilen User

Ein Großteil der Smartphone-Besitzer (61 %) nutzt das mobile Internet, um E-Mails abzurufen und zu schreiben. Genauso beliebt ist die Abfrage eines Terms über eine Suchmaschine (60 %) sowie der Empfang von Nachrichten (51 %). Fast jeder zweite Deutsche (48 %) nutzt soziale Netzwerke von seinem Smartphone. Facebook belegt hier die unbestrittene Spitzenposition. Nahezu drei Viertel aller mobilen Internet-User (72 %) sind bei dem von Mark Zuckerberg ins Leben gerufenen Netzwerk registriert.

Im Bereich Mobile-Banking sind die Deutschen noch etwas zurückhaltend. Nur etwa jeder Fünfte (22 %) interessiert sich für den mobilen Zahlungsverkehr. Interessanterweise ist die Anzahl der Menschen, die mobil einkaufen, noch geringer. Nur elf Prozent shoppen mobil über ihr Smartphone und ihre Internetverbindung. Zu weiteren weniger bedeutenden Tätigkeiten gehört das Online-Radiohören (15 %) sowie das Online-Fernsehen (9 %).

Auch wenn sich das Shoppen im Internet noch nicht durchgesetzt hat, vergleichen viele Smartphone-Besitzer die Preise direkt im Handel. Mehr als jeder Dritte (37 %) hat dies bereits getan. 35 Prozent geben an, noch nicht Preise verglichen zu haben, sind dazu aber offen. Die Verwendung des mobilen Internets zum Preisvergleich ist bei den Digital-Natives (unter 34 Jahren) mit einem Anteil von 53 Prozent am Größten.

Der passende Tarif für verschiedene Nutzergruppen

Die steigende Verbreitung mobiler Endgeräte wirkt sich seit Jahren auf das Nutzerverhalten (im Internet) aus. Ganze Generationen wachsen inzwischen auf, ohne einen Computer zu besitzen. Sie konsumieren Inhalte ausschließlich über ihr Tablet oder Smartphone und nutzen es zum Arbeiten oder für andere Aufgaben.

Durch diesen Trend entstehen verschiedene Nutzergruppen, die unterschiedliche Anforderungen an den mobilen Zugang besitzen. Nordlight unterscheidet in seiner Studie zunächst zwischen drei Gruppen:

  1. Digital-Natives[1]: Diese Gruppe ist mit Computern und dem Internet aufgewachsen oder sie ist mit diesen Elementen in jungen Jahren in Kontakt getreten. Die Menschen der Gruppe kennen sich mit Computer und dem Internet relativ gut aus und sie sind über sie informiert.
  2. Digital-Immigrants[2]: Die Eltern-Generation musste Lernen, mit Computern, Smartphones und dem Internet umzugehen. Einige von ihnen besitzen eine große Lernbereitschaft, sodass sie mit den Digital-Natives fast konkurrieren können. Andere schaffen nur die nötigsten Arbeiten.
  3. Silver-Surfer[3]: Eine Generation, die aufgrund ihres Alters mit modernen Elektronikgeräten spät in Kontakt gekommen ist. Für sie ist der Umgang mit vielen Geräten nur schwer möglich. Meist belassen sie es bei simplen Tätigkeiten wie dem Abrufen und Schreiben von E-Mails oder dem Surfen im Internet.

Wie zuvor erwähnt, wächst aktuell eine Generation mit Smartphones auf, ohne Computer zu nutzen. Zwar gehören sie theoretisch zu den Digital-Natives, sie stellen eigentlich aber eine separate Kategorie dar, wenn wir uns auf die Wahl eines geeigneten Tarifs für mobiles Internet konzentrieren. Sie surfen weitaus mehr im Internet als der klassische Smartphone-Besitzer und benötigen einen entsprechenden Tarif.

Das eigene Surfverhalten analysieren

Der Bereich mobiles Internet bei Sparhandy gibt einen Einblick in die große Tarifwahl, die Smartphone-Besitzern heute zur Verfügung steht. Verschiedene Netzbetreiber besitzen mehrere Tarife, in denen von Datenvolumen, Geschwindigkeiten und Drosselungen die Rede ist. Wie finden Verbraucher den passenden Tarif?

Die Tarifwahl hängt einzig und alleine von dem eigenen Bedarf ab. Unabhängig davon, ob man ein Digital-Native oder Silver-Surfer ist: Jeder Verbraucher surft unterschiedlich und hat andere Bedürfnisse. Einige streamen jeden Tag Musik auf ihr Smartphone, andere rufen lediglich einige E-Mails pro Tag ab. Beide Tätigkeiten verursachen unterschiedlich großen Traffic.

Grundsätzlich gilt also: Wer trafficintensive Apps nutzt, der benötigt mehr Datenvolumen. Sobald das Volumen überschritten ist, erfolgt eine Drosselung der Internetgeschwindigkeit – dann lassen sich viele Apps nicht mehr oder nur eingeschränkt nutzen.

Zur Ermittlung des monatlichen Datenbedarfs können Verbraucher ihr Smartphone nutzen. Einige Betriebssysteme (iOS und Windows Phone) zeichnen auf, wie viele Daten über die mobile Internetverbindung verbraucht wurden. Für Android gibt es spezielle Apps, die diese Aufgabe übernehmen. Anhand dieser Daten können Verbraucher den passenden Tarif auswählen.


  1. 34 Jahre und jünger
  2. 35 bis 50 Jahre
  3. 51 Jahre und älter